{"id":8777,"date":"2020-09-10T09:58:54","date_gmt":"2020-09-10T07:58:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cibx.de\/?p=8777"},"modified":"2020-09-10T09:58:54","modified_gmt":"2020-09-10T07:58:54","slug":"iot-im-krankenhaus-jede-zone-sicher-im-blick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cibx.de\/en\/iot-im-krankenhaus-jede-zone-sicher-im-blick\/","title":{"rendered":"IoT in the hospital: every zone with a clear view"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n\n\n<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Interview mit Ralf Dr\u00fcge, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, cibX GmbH<\/h2>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p>Besonders in Pandemiesituationen stehen Notaufnahmen von Krankenh\u00e4usern unter Druck. Prozesse kommen durcheinander, Systeme brechen zusammen. Ein \u00dcberblick \u00fcber Patienten, Medizinger\u00e4te und R\u00e4ume fehlt. Hier setzt die IoT-L\u00f6sung von cibX an. Echtzeitlokalisierung und Visualisierung erm\u00f6glichen eine sichere und aktuelle Prozessoptimierung.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p>Im Interview mit MEDICA.de spricht Ralf Dr\u00fcge \u00fcber die Idee zum central information board und &#8222;Rote Zonen&#8220;. Au\u00dferdem erkl\u00e4rt er, warum Krankenh\u00e4user und Pflegeeinrichtungen die IoT-L\u00f6sung auch im Umgang mit hochinfekti\u00f6sen Pathogenen wie dem Coronavirus und Pandemiesituationen einsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Herr Dr\u00fcge, wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine IoT-L\u00f6sung wie das central information board zu entwickeln?<\/strong><\/h4>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p><strong>Ralf Dr\u00fcge:<\/strong> Unsere Software wurde zu Anfang haupts\u00e4chlich f\u00fcr Notaufnahmen in Krankenh\u00e4usern entwickelt. Dort ist das Risiko gro\u00df, dass Prozesse durcheinanderlaufen, besonders dann, wenn die Notaufnahme unter Druck ger\u00e4t. Keiner hat so richtig den \u00dcberblick dar\u00fcber, wo und zu welchem Zeitpunkt sich die Patienten befinden, wer dringend behandelt werden muss, wer warten kann, oder wer schon wie lange wartet. Es f\u00e4llt schwer, gro\u00dfe Patientenstr\u00f6me letztendlich zu kanalisieren. Deshalb haben wir es uns auf die Fahnen geschrieben, hierf\u00fcr eine L\u00f6sung zu finden, die in Echtzeit arbeitet. Letztendlich sollen der Leiter der Notaufnahme und das Pflegepersonal immer und zu jeder Zeit den kompletten \u00dcberblick \u00fcber die Situation in der Notaufnahme und die Patienten haben, ohne dass ein permanentes Nachfragen und Telefonieren mit Kollegen erforderlich ist.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie genau funktioniert das?<\/strong><\/h4>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p><strong>Dr\u00fcge:<\/strong> In Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t M\u00fcnster haben wir eine neue Hardware entwickelt. Zurzeit ist sie in Erprobungsphase.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p>Sogenannte Gateways halten Kontakt zu akkugest\u00fctzten Koordinatoren, die in der Fl\u00e4che installiert werden. Die Koordinatoren erfassen Patientenarmb\u00e4nder und Asset Tags, sobald diese in Reichweite kommen. Aus den empfangenen Daten werden dann \u00fcber spezielle Algorithmen Positionsdaten ermittelt. Die Hardware basiert auf dem Funkprotokoll IEEE 802.15.4.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p>Wenn ein Patient au\u00dferhalb des Krankenzimmers in Schwierigkeiten ger\u00e4t, kann er einen Alarm per Knopf auf seinem Armband ausl\u00f6sen, wor\u00fcber das Personal informiert wird. Auch medizinische Ger\u00e4te sind mit Tags ausgestattet. Diese k\u00f6nnen, ebenso wie freie R\u00e4ume, Betten und Untersuchungsger\u00e4te in Echtzeit lokalisiert werden. Ebenso k\u00f6nnen lange Wartezeiten von Patienten erfasst werden. Zudem ist die Software eine gro\u00dfe Hilfe bei der Wartung von Ger\u00e4ten, da f\u00fcr jedes Ger\u00e4t eine eigene Karteikarte mit allen relevanten Informationen, unter anderem Seriennummer, Datum der letzten Wartung und Standort des Ger\u00e4ts eingetragen ist. Das gleiche gilt f\u00fcr Bettenmanagement und Hygieneaufbereitung.<\/p>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cibx.de\/WordPress_SecureMode_01\/wp-content\/uploads\/Armband-mit-Alarm-Oberfl_gr\u00fcn-1-1024x709.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"443\" \/>\nIm central information board lassen sich einzelne R\u00e4ume und die Position von Ger\u00e4ten und Patienten darstellen (rechts). Patienten k\u00f6nnen \u00fcber einen Knopf an ihrem Patientenarmband Alarm ausl\u00f6sen, wenn sie Hilfe ben\u00f6tigen (links).\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das central information board unterteilt Krankenh\u00e4user und Pflegeeinrichtungen in \u201eRote Zonen\u201c. Was hat es damit auf sich?<\/strong><\/h4>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p><strong>Dr\u00fcge:<\/strong> Die Software bildet auf einer \u00dcbersicht alle R\u00e4ume im Krankenhaus ab. Bestimmte R\u00e4ume k\u00f6nnen per Mausklick in \u201eRote Zonen\u201c kategorisiert werden, das hei\u00dft, in dem Augenblick, in dem eine unbefugte Person den Raum betritt, wird ein Alarm ausgel\u00f6st. Der Prozess l\u00e4uft automatisch ab. Das Personal kann sofort sehen, wann und wo eine Person einen verbotenen Bereich betritt oder verl\u00e4sst. Zudem kann das Medizinpersonal erkennen, ob sich die Person, zum Beispiel eine an Demenz erkrankte Person, noch im Geb\u00e4ude befindet oder nicht.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum sollte das central information board von Krankenh\u00e4usern und Pflegeeinrichtungen auch in einer Pandemiesituation, wie sie derzeit durch das Coronavirus verursacht wird, eingesetzt werden?<\/strong><\/h4>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p><strong>Dr\u00fcge:<\/strong> Software in Kombination mit Hardware ist letztendlich nur eine Hilfe, Prozesse oder Abl\u00e4ufe im Krankenhaus zu optimieren. In vielen Kliniken wird versucht, die Infektionskette manuell \u00fcber Laufzettel zu erfassen, wodurch es schnell zu Fehlern kommt. Ein weiteres Problem ist, dass Patienten und Besucher Schlange stehen und engen Kontakt zueinander haben. Ein System, das durch Armb\u00e4nder erfasst, wo und mit wem der Patient in Kontakt war, erm\u00f6glicht eine l\u00fcckenlose Dokumentation der Aufenthaltsorte des Patienten und deren Besucher in der Klinik. Weiterhin k\u00f6nnen wir ganze Bereiche als Quarant\u00e4nezonen deklarieren. Alle Ger\u00e4te, die sich in diesem Bereich befinden, werden automatisch als hochgradig konterminiert eingestuft, das bedeutet, alle mobilen Ger\u00e4te, wie zum Beispiel Infusionspumpen, k\u00f6nnen nicht einfach aus dem Raum entfernt werden, ohne eine Alarmierung auszul\u00f6sen. Auch, wenn ein Patient eine Quarant\u00e4ne-Zone verl\u00e4sst, wird ein Alarm ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Unterschiede bestehen zwischen Krankenhausinformationssystemen (KIS) und dem central information board?<\/strong><\/h4>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p><strong>Dr\u00fcge:<\/strong> KIS-Systeme verwalten die Patientenaufnahme, Diagnostik und die Abrechnung. Das central information board geht einen Schritt weiter hin zur Patientenortung, Erfassung des aktuellen Standorts, von Wartezeiten, Raumbelegung, Asset Management. Unsere Software ist demzufolge eine Veredelung eines KIS-Systems, die Prozesse angenehmer und individueller gestaltet. Zudem erh\u00f6ht sie das Qualit\u00e4tsmanagement des Krankenhauses, da Patienten schneller behandelt werden und mehr automatisiert dokumentiert wird.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche weiteren Entwicklungen plant cibX in naher Zukunft?<\/strong><\/h4>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p><strong>Dr\u00fcge: <\/strong>Wir m\u00f6chten gerne unsere Software im Sinne der Vorhersehbarkeit intelligent machen. Hierzu m\u00fcssten alle Systeme \u00fcber eine einzige Plattform erreichbar und somit aktiv vereint sein. So w\u00fcrde das Medizinpersonal zu jeder Zeit wissen, welche \u00c4rzte vor Ort, wie viele Patienten im Haus, wie viele R\u00e4ume, Betten und wie viele Pflegekr\u00e4fte verf\u00fcgbar sind \u2013 eine Darstellung der aktuellen Kapazit\u00e4t. Mediziner k\u00f6nnten auch vorab einsch\u00e4tzen, wann die Kapazit\u00e4ten ausgesch\u00f6pft sind. Patienten w\u00fcrden automatisch genau \u00fcber die aktuelle Wartezeit informiert werden. Das ist eine Vision \u2212 wenn wir eine einfache grafische \u00dcbersicht auf Knopfdruck h\u00e4tten, w\u00e4re das toll.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p>Wir wollen uns auch mit Hygiene besch\u00e4ftigen. F\u00fcr die Aufbereitung von zum Beispiel OP-Bestecken und OP-Laken gelten hohe Standards. Wenn wir aber nicht genau wissen, ob Ger\u00e4te wie Autoklaven einwandfrei arbeiten, k\u00f6nnen wir auch nicht sagen, ob die Reinigungsprozesse korrekt abgelaufen sind. Eine Sensorik kann hier Daten, wie Temperatur und Dauer der Aufbereitung, ermitteln.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p>All diese Daten sollen Krankenh\u00e4user in unserer Infrastruktur erfassen k\u00f6nnen, damit sie sehen, welche technischen Mittel sie ben\u00f6tigen und wie und wo sie Abl\u00e4ufe optimieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\n\n\n\n<\/p>\n<p><em>Das Interview wurde gef\u00fchrt von Diana Heiduk.<\/em><br \/><a href=\"https:\/\/www.medica.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.medica.de\/<\/a><\/p>\n<p>\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Ralf Dr\u00fcge, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, cibX GmbH Besonders in Pandemiesituationen stehen Notaufnahmen von Krankenh\u00e4usern unter Druck. Prozesse kommen durcheinander, Systeme brechen zusammen. Ein \u00dcberblick \u00fcber Patienten, Medizinger\u00e4te und R\u00e4ume fehlt. Hier setzt die IoT-L\u00f6sung von cibX an. 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