{"id":8153,"date":"2020-01-22T11:43:31","date_gmt":"2020-01-22T10:43:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cibx.de\/?p=8153"},"modified":"2020-01-22T11:43:31","modified_gmt":"2020-01-22T10:43:31","slug":"ehealth-wird-zum-copiloten-fuer-den-modernen-arzt-sein-dr-dominik-pfoerringer-ueber-die-zukunft-von-ehealth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cibx.de\/en\/ehealth-wird-zum-copiloten-fuer-den-modernen-arzt-sein-dr-dominik-pfoerringer-ueber-die-zukunft-von-ehealth\/","title":{"rendered":"&#8222;eHealth wird zum Copiloten f\u00fcr den modernen Arzt&#8220; &#8211; PD Dr. Dominik Pf\u00f6rringer \u00fcber die Zukunft von eHealth"},"content":{"rendered":"<p>PD Dr. med. Dominik Pf\u00f6rringer ist Orthop\u00e4de und Unfallchirurg in M\u00fcnchen. Im Interview spricht er mit uns unter anderem \u00fcber die Chancen von eHealth in der Chirurgie.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Herr Dr. Pf\u00f6rringer, f\u00fcr die meisten Experten ist eHealth alternativlos. Trotzdem sieht es in der Praxis oft anders aus. Was denken Sie: Wird sich eHealth in Pflege und Gesundheit in K\u00fcrze fl\u00e4chendeckend durchsetzen oder bleiben Pflege und Gesundheit Systeme, in denen Wandel nur schleichend seinen Durchbruch findet?<\/h4>\n\n\n\n<p>eHealth ist eindeutig absolut alternativlos \u2013 jedoch alles andere als im negativen Sinn. Nicht nur ist eHealth die Zukunft, sondern bereits in der Gegenwart Realit\u00e4t. Schon heute ist eine Bereitstellung und Gestaltung des Gesundheitswesens in industrialisierten L\u00e4ndern unter Entkoppelung von digitalen Technologien l\u00e4ngst nicht mehr denkbar. <br>Das Einzige worauf wir einen Einfluss haben ist die Geschwindigkeit des Fortschritts bzw. die Adaptation dessen durch Patienten und \u00c4rzte. In der Tat ist die Praxis eine v\u00f6llig andere als die Theorie. Wenn ich Stimmen aus Berlin h\u00f6re, welche sich w\u00fcnschen, dass Medikamente k\u00fcnftig per Drohne ausgeliefert werden, so ist dies reine Zukunftsmusik bzw. so weit von der Realit\u00e4t und vor allem dem realen Bedarf entfernt, wie es nur sein kann. Dennoch ist es wichtig, vor diesen Zukunftsszenarien nicht die Augen zu verschlie\u00dfen, sondern sie als Zukunftsvisio, ebenso wie das vollst\u00e4ndig selbstfahrende Auto zu sehen. Das hei\u00dft ein langfristiges Ziel, worauf wir hinarbeiten. eHealth wird sich durchsetzen, die Frage ist wie schnell.<\/p>\n\n\n\n<p>Digitale Gesundheit wird den Arzt und die Pflegekraft keineswegs ersetzen sondern im Idealfall erg\u00e4nzen. Das hei\u00dft eHealth wird zum Copiloten f\u00fcr den modernen Arzt und wird Behandlungssicherheit und Behandlungsgeschwindigkeit der Medizin steigern. Im Idealfall werden auch noch Ressourcen geschont und dadurch neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr alle Beteiligten er\u00f6ffnet. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">In welchem medizinischen Bereich sehen Sie den gr\u00f6\u00dften Nutzen von eHealth? <\/h4>\n\n\n\n<p>Bereits jetzt ist der Nutzen in logistischen Themen enorm\nund nicht mehr von der Hand zu weisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kontrast ist es noch nicht abzusch\u00e4tzen, in welchen Bereichen sich die Thematik nicht durchsetzen wird. Voraussichtlich werden die handwerklichen F\u00e4cher, also chirurgische T\u00e4tigkeiten, noch lange prim\u00e4r durch Menschen, unterst\u00fctzt von Technologien, wie dem DaVinci Roboter oder Navigationssystemen in der Orthop\u00e4die, zum pr\u00e4zisen Gelenkersatz unterst\u00fctzt. Es handelt sich wie immer bei der Neuvorstellung von modernen Technologien um eine \u00dcbergangsphase, deren langfristige Auswirkungen noch nicht abzusch\u00e4tzen sind. Diese Phase der Innovation wird nicht enden. eHealth kommt dabei Patienten wie \u00c4rzten, dem Einzelnen wie dem System qualitativ und \u00f6konomisch zugute.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie arbeiten Sie pers\u00f6nlich daran, eHealth in das Pflege- und Gesundheitssystem zu integrieren? <\/h4>\n\n\n\n<p>Pers\u00f6nlich werde ich nicht m\u00fcde, Informationsveranstaltungen wie Symposien, Kongresse und Summits zu veranstalten, Vortr\u00e4ge zu halten und meine Kollegen tagt\u00e4glich zu informieren, welche enormen Chancen in einem digitalisierten Gesundheitssystem zu sehen und zu finden sind. <br>Dies stellt eine mitunter Siphosartige Aufgabe dar und man k\u00e4mpft mit vielen Ressentiments und \u00c4ngsten, die es abzubauen gilt. Insbesondere in Sachen Datenschutz stehen wir uns hierbei oft selbst im Weg. Professor Dr. Serban Dan-Costa, hat es sehr treffend im \u00c4rzteblatt auf den Punkt gebracht: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/210159\/Datenschutz-Zeit-der-Uebertreibungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/210159\/Datenschutz-Zeit-der-Uebertreibungen <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wer einmal in einem digital straff organisierten System gearbeitet hat, m\u00f6chte es nicht mehr anders erleben. Und auch wer einmal einen Algorithmus wie beispielsweise ADA genutzt hat, wird nicht mehr ohne dessen Hilfestellung arbeiten wollen. Wer einmal digitale Rehabilitation wie die von Caspar Health erfahren hat, wird sich mit einer herk\u00f6mmlichen, konventionellen analogen Rehabilitationsma\u00dfnahme nicht mehr zufrieden geben. Dies sind nur wenige Beispiele, ebenso wie die M\u00f6glichkeit der digitalen Terminvereinbarung, welche das Telefon bzw. das Telefax mittelfristig hoffentlich vollst\u00e4ndig abl\u00f6sen wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Schlussendlich halte ich f\u00fcr den wichtigsten Faktor in alledem den Optimismus und die Bereitschaft offen an die Dinge heranzugehen. Dies ist das A und O und sichert uns M\u00f6glichkeiten, von denen bis dato nur zu tr\u00e4umen war. Denken wir proaktiv, treiben wir den Fortschritt voran. Nur wer ihn selbst gestaltet, kann auch seine Konsequenzen in die Hand nehmen. Dank Professor Debatin im Healthcare Innovation Hub ist Minister Spahn (aka Minister Flei\u00dfig \u2013 20 Gesetze in 20 Monaten) mit Gottfried Ludewig, seinem obersten Digitalisator, bestens medizinisch beraten und professionell aufgestellt.<br>Es bleibt spannend, ich freue mich jeden Tag in diesem Feld aktiv mitgestalten zu d\u00fcrfen. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch Herr Dr. Pf\u00f6rringer!<\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zur Person<\/h4>\n\n\n\n<p>PD Dr. med. Dominik Pf\u00f6rringer ist Orthop\u00e4de und Unfallchirurg in M\u00fcnchen. Seit seinem MBA im INSEAD in Fontainebleau und Singapur liegt sein Focus auf digitaler Innovation in Klinik und Praxis. Er ber\u00e4t Startups, Investoren und Innovatoren, forscht und entwickelt und l\u00e4dt im Herbst zum Digital Health Summit ein: <a href=\"http:\/\/www.digitalhealthsummit.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.digitalhealthsummit.de<\/a> <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PD Dr. med. Dominik Pf\u00f6rringer ist Orthop\u00e4de und Unfallchirurg in M\u00fcnchen. Im Interview spricht er mit uns unter anderem \u00fcber die Chancen von eHealth in der Chirurgie. Herr Dr. Pf\u00f6rringer, f\u00fcr die meisten Experten ist eHealth alternativlos. Trotzdem sieht es in der Praxis oft anders aus. 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