{"id":7514,"date":"2019-11-06T15:07:17","date_gmt":"2019-11-06T14:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cibx.de\/?p=7514"},"modified":"2019-11-06T15:07:17","modified_gmt":"2019-11-06T14:07:17","slug":"henning-koch-zukunft-ehealth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cibx.de\/en\/henning-koch-zukunft-ehealth\/","title":{"rendered":"\u201eEin Marathon und kein Sprint\u201c \u2013 Henning Koch \u00fcber die Zukunft von eHealth"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder kommen auf unserem Blog Experten\naus dem Bereich eHealth und dem Gesundheitswesen zu Wort, um ein Blick in die\nZukunft zu wagen. Inwieweit wird digitale Unterst\u00fctzung zum Alltag? Heute mit\nvon der Partie: Henning Koch von Telekom Healthcare Solutions.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Herr Koch, f\u00fcr die meisten Experten ist eHealth alternativlos. Trotzdem sieht es in der Praxis oft anders aus. Was denken Sie: Wird sich eHealth in Pflege und Gesundheit in K\u00fcrze fl\u00e4chendeckend durchsetzen oder bleiben Pflege und Gesundheit Systeme, in denen Wandel nur schleichend seinen Durchbruch findet? <\/h4>\n\n\n\n<p>Das kommt\nganz auf die Definition von eHealth an. Wenn man auch die EDV-Systeme im\nGesundheitssystem dazurechnet ist eHealth schon recht fl\u00e4chendeckend\nangekommen. Wenn man an andere Bereiche denkt, muss man ber\u00fccksichtigen, dass\nunser Gesundheitssystem immer noch zu den besten der Welt geh\u00f6rt. Das\nGesundheitswesen ist tr\u00e4ge und nicht gerade innovationsfreundlich. \u201eNever change\na running system\u201c gilt auch hier. Der Druck einen schnellen Wandel\nherbeizuf\u00fchren ist in Deutschland einfach noch nicht gro\u00df genug. Die\npolitischen Aktivit\u00e4ten rund ums Digitale Versorgung Gesetz und auch das HIH\nals agiler Beratungsarm f\u00fcr das BMG sind sehr zu begr\u00fc\u00dfen. Es bleibt aber dabei:\ndie Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein Marathon und kein Sprint. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">In welchem medizinischen Bereich sehen Sie den gr\u00f6\u00dften Nutzen von eHealth? &nbsp; <\/h4>\n\n\n\n<p>Besonders in Bereichen, wo viele Daten anfallen, die einen\nMenschen komplett \u00fcberfordern, um diese auszuwerten. Gerade in der Bildgebung\noder auch bei der DNA-Sequenzierung k\u00f6nnen Maschinen heute schon wesentlich\nschneller und auch genauer arbeiten als der Mensch. Nichtsdestotrotz wird der\nArzt nicht abk\u00f6mmlich werden. Emotionale Intelligenz k\u00f6nnen Rechner n\u00e4mlich (noch)\nnicht. Eine Kombination aus K\u00fcnstlicher Intelligenz und menschlichem\nEinf\u00fchlungsverm\u00f6gen wird die beste L\u00f6sung sein. Ich kann mir durchaus\nvorstellen, dass es bald f\u00fcr \u00c4rzte verpflichtend sein wird, auf \u201edecision\nsupport Systeme\u201c zur\u00fcckgreifen zu m\u00fcssen. Es bleibt festzuhalten, dass eHealth-L\u00f6sungen\nnicht reine Prozessoptimierungsl\u00f6sungen sein d\u00fcrfen. Es klingt trivial, aber\nnur L\u00f6sungen mit konkretem, leicht zu verstehendem Nutzen werden erfolgreich\nsein. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie arbeiten Sie pers\u00f6nlich daran, eHealth in das Pflege- und Gesundheitssystem zu integrieren?<\/h4>\n\n\n\n<p>Ganz konkret sind wir gerade dabei, den IoT Service Button f\u00fcr das Gesundheitswesen zu veredeln. Zusammen mit unserem Partner der Universit\u00e4tsmedizin Mainz haben wir in zwei Healthcare Hackathons in <a href=\"https:\/\/www.telekom-healthcare.com\/de\/ueber-uns\/newsroom\/news\/aktuell\/healthcare-hackathon-897562\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mainz<\/a> und in <a href=\"https:\/\/www.telekom-healthcare.com\/de\/ueber-uns\/newsroom\/news\/aktuell\/digitales-gesundheitswesen-905928\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> an konkreten use cases im Co-Creation-Modus gefeilt. Uns ist es gelungen, einen Prozess mit vielen manuellen T\u00e4tigkeiten, wie: 1. handschriftlich Formulare ausf\u00fcllen, 2. diese zu faxen und 3. hinterher zu telefonieren, zu digitalisieren. Jetzt wird mit einem Knopfdruck auf den IoT Service Button der Prozess so optimiert, dass nicht nur die oben genannten T\u00e4tigkeiten und potenzielle Fehlerquellen eliminiert werden, sondern auch im Hintergrund Prozesse zur Dokumentation und Logistik angesto\u00dfen werden. Die Pflegekraft hat somit Dokumentationsaufwand direkt erledigt und kann sich auf andere T\u00e4tigkeiten konzentrieren. Zum Beispiel der Pflege von Menschen. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zur Person<\/h4>\n\n\n\n<p>Henning Koch (35) hat einen Master in Public Health von der\nUniversit\u00e4t Bremen mit dem Schwerpunkt Versorgungsforschung. Seit \u00fcber 10\nJahren besch\u00e4ftigt er sich mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Er\narbeitete f\u00fcr das Gesundheitswirtschafts-Cluster Berlin-Brandenburg als\nAnsprechpartner f\u00fcr digital health startups, war danach selbst in einem\nDatenbrillen-Startup besch\u00e4ftigt und ist seit Februar 2018 bei T-Systems.\nHenning Koch ist im Bereich Emerging Business and Strategy als Business\nDevelopment Manager bei der Deutschen Telekom Healthcare Solutions GmbH\nangestellt. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Telekom Healthcare Solutions im Profil<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Deutsche Telekom ist seit \u00fcber 40\nJahren im Gesundheitsmarkt aktiv. 2010 hat der Konzern eine aufstrebende\nGesch\u00e4ftseinheit Gesundheit gegr\u00fcndet, um die Digitalisierung im\nGesundheitswesen voranzutreiben und damit die Position im Markt in den letzten\nJahren deutlich ausgebaut. Seit 2014 operiert die Einheit als eigene GmbH unter\nder Marke \u201eTelekom Healthcare Solutions\u201c und bietet weltweit spezialisierte\nHealthcare ICT L\u00f6sungen an. In den Bereichen SAP f\u00fcr Krankenh\u00e4user und mobiler\nArzt- und Pflegearbeitsplatz ist die THS in Deutschland marktf\u00fchrend. T\u00e4glich\narbeiten rund 15.000 \u00c4rzte und Pflegekr\u00e4fte auf 5.000 iPads. Das\nKrankenhausinformationssystem iMedOne ist in 230 Kliniken installiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Von Informationssystemen f\u00fcr\nKrankenhaus und Reha \u00fcber Telehealth und digitale Patientenservices bis hin zum\nBetrieb von komplexen IT-Landschaften: alle Daten werden sicher und zuverl\u00e4ssig\nin deutschen Rechenzentren gemanagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei setzt Telekom auf offene,\ninteroperabel vernetzte Datenplattformen. So entstehen integrierte und sichere\nProzesse f\u00fcr alle Marktteilnehmer des Gesundheitswesens. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.telekom-healthcare.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a> gibt es weitere Infos.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder kommen auf unserem Blog Experten aus dem Bereich eHealth und dem Gesundheitswesen zu Wort, um ein Blick in die Zukunft zu wagen. Inwieweit wird digitale Unterst\u00fctzung zum Alltag? Heute mit von der Partie: Henning Koch von Telekom Healthcare Solutions. Herr Koch, f\u00fcr die meisten Experten ist eHealth alternativlos. 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