{"id":15099,"date":"2024-10-07T14:29:17","date_gmt":"2024-10-07T12:29:17","guid":{"rendered":"https:\/\/cibx.de\/?p=15099"},"modified":"2024-10-07T14:29:24","modified_gmt":"2024-10-07T12:29:24","slug":"epa-bringt-fortschritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cibx.de\/en\/epa-bringt-fortschritt\/","title":{"rendered":"ePA bringt Fortschritt: Lauterbach setzt auf positive Effekte f\u00fcr das Gesundheitssystem"},"content":{"rendered":"<p>Ab Oktober 2024 wird das Infomobil des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit (BMG) in ganz Deutschland unterwegs sein, um die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die \u201e<a href=\"https:\/\/cibx.de\/en\/digitalisierung-der-versorgungsprozesse\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/cibx.de\/digitalisierung-der-versorgungsprozesse\/\">elektronische Patientenakte f\u00fcr alle<\/a>\u201c (ePA) zu informieren. Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach hofft, durch diese Aufkl\u00e4rungstour auch die letzten Skeptiker von den Vorteilen der ePA zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lauterbach ist \u00fcberzeugt, dass die Einf\u00fchrung der elektronischen Patientenakte ab Januar 2025 zu einer besseren und unb\u00fcrokratischeren medizinischen Versorgung f\u00fchren wird. Dies betonte der SPD-Politiker in Berlin zum Auftakt einer gro\u00dfangelegten Informationskampagne. Er unterstrich, dass die ePA die Prozesse in Arztpraxen und Kliniken optimieren und gleichzeitig f\u00fcr die Patienten nutzerfreundlich gestaltet werden soll. Der Haus\u00e4rzteverband forderte jedoch, dass die technischen Systeme der Praxen reibungslos mit der ePA zusammenarbeiten m\u00fcssen, um einen st\u00f6rungsfreien Ablauf sicherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesetzliche Grundlage und Nutzen der ePA<\/h3>\n\n\n\n<p>Laut einem Gesetz der Ampel-Koalition wird ab Anfang 2025 jeder gesetzlich Versicherte automatisch eine ePA von seiner Krankenkasse erhalten \u2013 es sei denn, man widerspricht dieser Einrichtung. In der ePA werden wichtige Gesundheitsdaten wie Medikamentenlisten, Befunde und Laborergebnisse digital gespeichert und f\u00fcr die lebenslange medizinische Versorgung verf\u00fcgbar gemacht. Dieses digitale System soll dazu beitragen, Behandlungsfehler zu reduzieren, unn\u00f6tige Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden und Risiken durch Wechselwirkungen von Medikamenten zu minimieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung der elektronischen Patientenakte wird zun\u00e4chst in einer vierw\u00f6chigen Modellphase ab dem 15. Januar 2025 in den Regionen Franken und Hamburg getestet. Danach soll sie bundesweit ausgerollt werden und f\u00fcr alle Patienten, Arztpraxen, Kliniken und Apotheken verf\u00fcgbar sein. Schon seit 2021 gibt es die ePA als freiwilliges Angebot, jedoch wurde sie bislang nur von wenigen Patienten aktiv genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Technische Stabilit\u00e4t und Einf\u00fchrungshindernisse<\/h3>\n\n\n\n<p>Lauterbach betonte, dass es wichtig sei, technische Probleme zu vermeiden, die die Einf\u00fchrung der ePA erschweren k\u00f6nnten. Man wolle nicht, dass die elektronische Akte in der Praxis mehr \u00c4rger als Nutzen bringt. Aus diesem Grund wurde das System technisch \u00fcberarbeitet, um die Stabilit\u00e4t zu verbessern. Auch Florian Fuhrmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der staatlich gef\u00fchrten Digitalgesellschaft Gematik, erkl\u00e4rte, dass die neue Architektur der ePA auf leistungsf\u00e4higere und stabilere Anwendungen ausgelegt sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorsitzende des Haus\u00e4rzteverbands, Markus Beier, \u00e4u\u00dferte ebenfalls Bedenken. Er forderte, dass Probleme, wie sie etwa beim Start der elektronischen Rezepte aufgetreten sind, nicht wiederholt werden d\u00fcrften. Die Arztpraxen w\u00fcrden zwar versuchen, so viele Fragen der Patienten zur ePA wie m\u00f6glich zu beantworten, jedoch k\u00f6nne dies insbesondere in der Infektionssaison nicht allein durch die Haus\u00e4rzte bew\u00e4ltigt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Informationskampagne und freiwillige Nutzung<\/h3>\n\n\n\n<p>Inzwischen haben 68 der 95 gesetzlichen Krankenkassen damit begonnen, ihre Versicherten mit Pflichtinformationen \u00fcber die ePA zu versorgen. Die restlichen Kassen werden im Oktober folgen und direkte Informationen per Brief, E-Mail oder \u00fcber die Kassen-App bereitstellen. Doris Pfeiffer, die Chefin des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), betonte erneut, dass die Nutzung der elektronischen Patientenakte freiwillig bleibe. Versicherte k\u00f6nnen der Einrichtung der ePA im Voraus oder auch zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt jederzeit widersprechen. Nur ein kleiner Teil der bislang kontaktierten Versicherten, weniger als drei Prozent, habe von dieser M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht, was als positives Zwischenergebnis gewertet werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Bev\u00f6lkerung weiter \u00fcber die Vorteile der ePA aufzukl\u00e4ren, hat das Bundesgesundheitsministerium zusammen mit dem <a href=\"https:\/\/www.gkv-spitzenverband.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.gkv-spitzenverband.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GKV-Spitzenverband<\/a> und dem Haus\u00e4rzteverband eine Informationskampagne gestartet. Diese soll den Countdown von 100 Tagen bis zur Einf\u00fchrung der ePA begleiten. Au\u00dferdem wird im Oktober ein Infobus durch mehrere deutsche St\u00e4dte touren, um in direkten Gespr\u00e4chen Missverst\u00e4ndnisse auszur\u00e4umen und Vorurteile abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zugriff und Datenschutz<\/h3>\n\n\n\n<p>Lauterbach erkl\u00e4rte, dass \u00c4rztinnen und \u00c4rzte ein Zugriffsrecht auf die elektronische Patientenakte f\u00fcr jeweils 90 Tage erhalten, sobald ein Patient seine Versichertenkarte in einer Praxis oder Klinik einsteckt. In dieser Zeit k\u00f6nnen Mediziner die Akte mit wichtigen Befunden und Laborwerten f\u00fcllen. Patienten haben dabei die M\u00f6glichkeit, \u00fcber eine App zu bestimmen, welche Daten f\u00fcr ihre behandelnden \u00c4rzte sichtbar sind und welche nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Patientenvertreter \u00e4u\u00dfern jedoch weiterhin Bedenken. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte, dass die ePA momentan nur eine digitalisierte Papiersammlung sei. \u00c4rztinnen und \u00c4rzte m\u00fcssten immer noch jedes einzelne Dokument durchsehen, um die relevanten medizinischen Informationen herauszufiltern. Besonders f\u00fcr chronisch Kranke, \u00e4ltere Menschen und Pflegebed\u00fcrftige w\u00e4re es jedoch wichtig, wenn alle relevanten Befunde automatisch verf\u00fcgbar w\u00e4ren. Aktuell verf\u00fcge die ePA nicht \u00fcber intelligente Funktionen wie K\u00fcnstliche Intelligenz, die Daten analysieren und miteinander verkn\u00fcpfen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Forderungen nach Vereinfachung des Anmeldeprozesses<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch der Sozialverband VdK \u00e4u\u00dferte Kritik am Anmeldeprozess. Dieser sei insbesondere f\u00fcr \u00e4ltere Menschen und Menschen mit eingeschr\u00e4nkten digitalen F\u00e4higkeiten zu kompliziert. Lauterbach verwies darauf, dass es zuk\u00fcnftig auch m\u00f6glich sein werde, sich die ePA in Apotheken mit Hilfe eines Smartphones und der elektronischen Gesundheitskarte freischalten zu lassen. Dies solle den Zugang zur elektronischen Patientenakte f\u00fcr technikferne Personen erleichtern und sicherstellen, dass niemand aufgrund mangelnder digitaler Kenntnisse ausgeschlossen wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab Oktober 2024 wird das Infomobil des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit (BMG) in ganz Deutschland unterwegs sein, um die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die \u201eelektronische Patientenakte f\u00fcr alle\u201c (ePA) zu informieren. Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach hofft, durch diese Aufkl\u00e4rungstour auch die letzten Skeptiker von den Vorteilen der ePA zu \u00fcberzeugen. 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